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In der zweiten Hälfte der 12 Phasen des Burnouts, den Phasen 7-12, wird die Situation für die Betroffenen immer schlimmer. Nach und nach wird klar, dass es ein schwerwiegendes Problem gibt.
Folgendes geschieht in den letzten 6 Phasen des Burnout-Syndroms:
7. Rückzug: In der Phase des Rückzugs beginnen Betroffene sich mehr und mehr von der Außenwelt abzuschirmen. Sie werden immer stärker von Orientierungslosigkeit und Verzweiflung geleitet und sind oft emotional abgestumpft.
8. Beobachtbare Verhaltensänderung: Ab diesem Punkt fällt deutlich auf, wie sich die „erkrankte“ Person immer mehr verändert. Die Reaktionen der Außenwelt auf das Verhalten der Betroffenen, also auch Zeichen von Sorge und Mitgefühl, haben nur noch einen stärkeren Rückzug von der Außenwelt zur Folge. Es ist für Betroffene kaum noch möglich festzustellen, dass Freunde und Familie ihnen nur helfen wollen.
9. Depersonalisation: Hierbei beginnt das Gefühl eines Verlustes der Persönlichkeit. Eigene Bedürfnisse sind nun gar nicht mehr zu erkennen. Die Fähigkeit der Selbstakzeptanz geht ebenfalls gänzlich verloren.
10. Innere Leere: Die Betroffenen leiden nun an Panik und Phobien. Das Gefühl sie wären überflüssig und nutzlos gewinnt Überhand. Der Effekt der inneren Leere ist, dass manche mit Tabletten oder anderen Mitteln versuchen ihre Gefühle in den Griff zu bekommen und dafür zu sorgen, dass es ihnen besser geht und das eigene Leben wieder erträglicher wird.
11. Depression: Die vorletzte Phase ist der Punkt an dem Verzweiflung und Erschöpfung übermächtig werden. Es sind manchmal die einzigen Gefühle, die noch wahrnehmbar erscheinen. Die Depression ist unter anderem an dem Drang andauernd schlafen zu wollen erkennbar. Es kann aber auch zu Suizidgedanken kommen.
12. Völlige Burnout-Erschöpfung: In der letzten Phase des Burnout wird der Erschöpfungszustand für Betroffene lebensgefährlich. Sie verlieren sich selbst und lassen von den Zwängen ab, die erst zu ihrer „Erkrankung“ geführt haben. Der Sinn des Lebens geht zusammen mit den Zwängen verloren. In dieser Phase wird dringend dazu geraten sich Hilfe zu holen, da es sich um einen ernsten Notfall handelt.²
Es zeigt sich, wie ernstzunehmend Burnout ist. Man bekommt, durch die weite Verbreitung der „Krankheit“, leicht den Eindruck, es wäre tatsächlich nicht so schlimm und tut es leicht als eine Modekrankheit hab. Allerdings ist zu beachten, wie die Depression während des Burnouts zu Suizidgedanken führen kann. Dies macht die Situation für Betroffene nicht nur riskant, sondern lebensgefährlich. Bis hierhin klang Burnout nach einer wirklich schlimmen Art einer psychischen Erkrankung.
Es ging mir nur darum zu erläutern, was genau bei einem Burnout mit den Betroffenen geschieht. Denn wenn man erst weiß wie etwas abläuft, ist es einfacher es zu verstehen. Wenngleich es bei jeder Art von psychischer Erkrankung immer besonders schwierig ist sich in die Erkrankten hinein zu versetzen, es sei denn man leidet selbst unter ähnlichen Problemen.
2. Vgl. Meike Mencke: „Die Phasen im Burnout“, online im WWW unter URL:
http://www.burnout-therapie.org/phasen-verlauf/ [01.11.2014].
kairi am 02. November 14
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