Erste Gedanken...
Zu Beginn möchte ich meine eigenen Erfahrungen und Eindrücke zu dem Thema Burnout schildern.
Durch die Medien wurde seit langer Zeit das Thema Burnout verbreitet und dargelegt. Nach einer Weile entstand der Eindruck jeder würde an dieser "Erkrankung" leiden.
Tatsächlich hatte ich in den letzten 10 Jahren in meinem näheren Umfeld immer mehr Fälle von überarbeiteten oder ausgebrannten Personen beobachten können. Diese Personen haben sich meist für Arbeit oder Schule stark begeistert und dementsprechend all ihre Zeit damit zugebracht, bis sie kaum noch Zeit für sich selbst hatten. Meist fing es ganz harmlos an und steigerte sich dann ins Extreme. Die meisten dieser Personen waren in Behandlung, weil sie entweder alleine gemerkt haben, dass es ihnen nicht mehr gut ging oder es endete mit einem Zusammenbruch und einer darauf folgenden Behandlung.
Der extremste Fall ist ein 45 jähriger Mann, der sich nur durch seine Arbeit definiert. Dies ging ebenfalls bis zu seinem ersten Zusammenbruch mehr oder weniger gut. Jedoch scheint eine Behandlung in diesem speziellen Fall immer nur eine zeitlich begrenzte Lösung zu sein. Er kam und kommt immer wieder an seine Grenzen, ändert allerdings seinen Lebensstil nicht. So hatte ich eines Tages den Gedanken, dass es bei manchen Personen nicht heilbar zu sein scheint.
Besonders durch diesen speziellen Fall von Burnout, aber auch durch die weniger extremen Fälle, komme ich öfters als mir lieb ist mit dem Thema in Berührung. Irgendwann las ich das erste Mal den Satz: Burnout ist gar keine Krankheit. Spätestens dann fragt man sich: Was ist es denn dann eigentlich? So kam letztendlich das Thema für diese Seite zustande. In den folgenden Einträgen soll es darum gehen, was Burnout als Krankheit auszeichnet und warum es anscheinend dennoch gar keine ist.
kairi am 23. Oktober 14
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